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Kurzfachinformation Jardiance®
Jardiance®: SGLT-2-Inhibitor.
Z: Empagliflozin 10 mg und 25 mg, enthält Laktose.
I: Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 10 Jahren, zusätzlich zu diätetischen Massnahmen und körperlicher Aktivität. Als Monotherapie bei Patienten, bei denen Metformin aufgrund von Kontraindikationen oder Unverträglichkeiten nicht eingesetzt werden kann. Als Add-on Kombinationstherapie mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln. Für Studienergebnisse zu den Kombinationsbehandlungen siehe www.swissmedicinfo-pro.ch. Jardiance ist indiziert zur Prävention kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit Typ 2 Diabetes mellitus und bereits manifester kardiovaskulärer Erkrankung und zur Behandlung der chronischen symptomatischen linksventrikulären Herzinsuffizienz in Kombination mit anderen medikamentösen Therapien der Herzinsuffizienz bei erwachsenen Patienten. Zur Senkung des Risikos der Progression einer chronischen Nierenerkrankung bei adulten Patienten mit chronischer Nierenerkrankung.
D: Bei Typ 2 Diabetes mellitus bei Erwachsenen, sowie bei Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren: Empfohlene Dosis: 1 × täglich 10 mg; bei guter Verträglichkeit und ungenügender glykämischer Kontrolle Erhöhung auf 1 × täglich 25 mg möglich. Bei Herzinsuffizienz oder chronischer Nierenerkrankung: Empfohlene Dosis: 1 × täglich 10 mg.
KI: Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff oder Hilfsstoff.
V: Typ-1-Diabetes (Anwendung nicht empfohlen), diabetische Ketoazidose und klinische Situationen, die für eine Ketoazidose prädisponieren. Jardiance sollte, wenn möglich, mindestens 3 Tage vor grösseren Operationen oder Eingriffen, die mit längerem Fasten verbunden sind, abgesetzt werden. Die Einnahme von Jardiance kann wieder aufgenommen werden, wenn der Patient klinisch stabil ist und orale Nahrung zu sich nimmt. Bei Ketoazidoseverdacht Jardiance absetzen und sofortige Behandlung einleiten. Vorsicht bei Kombination von Jardiance mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin wegen möglicher Hypoglykämien.
Nicht empfohlen bei Niereninsuffizienzpatienten mit einer eGFR <20 ml/min/1,73 m2 oder bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung. Bei Typ II Diabetespatienten sollte bei einer eGFR < 45 ml/min/1,73 m2 eine zusätzliche blutzuckersenkende Behandlung in Betracht gezogen werden; während der Anwendung Nierenfunktion regelmässig überprüfen. Vorsicht bei Patienten mit orthostatischer Hypotonie, unter antihypertensiver Therapie, älteren Patienten, bei Erkrankungen mit Flüssigkeitsverlust, mit kardiovaskulärer und/oder cerebrovaskulärer Erkrankung. Ein kausaler Zusammenhang zwischen Jardiance und Schlaganfall ist nicht erwiesen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit vermeiden. Bei Patienten mit chronischen oder rezidivierenden Harnwegsinfektionen können Harnwegsinfektionen häufiger auftreten. Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bei komplizierten Harnwegsinfektionen. Eine erhöhte Anzahl von Amputationen der unteren Gliedmassen (in erster Linie von Zehen) sind mit einem anderen SGLT-2-Inhibitor beobachtet worden, deshalb Beratung der Patienten hinsichtlich der präventiven Fusspflege. Fälle von nekrotisierender Fasziitis des Perineums (Fournier’s Gangrän) wurden berichtet.
IA: Empagliflozin führt in vitro zu keiner Hemmung, Inaktivierung oder Induktion von CYP450-A4-Isoenzymen. Empagliflozin ist ein Substrat für P-Glykoprotein (P-gp). Patienten unter Digoxin sollten beobachtet werden. Empagliflozin kann die diuretische Wirkung von Thiazid/Schleifendiuretika verstärken und das Risiko für Dehydratation und Blutdruckabfall erhöhen. Empagliflozin kann die renale Lithiumausscheidung erhöhen und den Lithiumspiegel im Blut senken.
UAW: Vaginaler Soor, Vulvovaginitis, Balanitis, Infektionen des Genitaltrakts, Phimose, Harnwegsinfekte (inkl. Pyelonephritis und Urosepsis). Hypoglykämien in Kombination mit Sulfonylharnstoffen/Insulin. Pruritus, allergische Hautreaktionen; Einzelfälle von Angioödem. Volumenmangel. Vermehrtes Wasserlassen, Durst, Obstipation, erhöhte Serumlipide, erhöhter Hämatokrit, verringerte glomeruläre Filtrationsrate, erhöhter Kreatininspiegel. Fälle von Ketoazidose unabhängig vom T2DM Status. Weitere s. vollständige Fachinformation.
P: Filmtabletten zu 10mg und 25mg: 30 und 90. Liste B. Kassenzulässig ab 1.1.2015. Stand der Information: Juli 2025; vollständige Fachinformation auf www.swissmedicinfo-pro.ch. Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH, Hochbergerstrasse 60B, Postfach, 4002 Basel.